Wunderbare

Wunderbare 
Betrittst du den Raum und 
meine wilden Augen erblicken dich 
Flammt es in mir und 
Meine Rüstung verglüht
Dein Klang und  
mein Schlachtruf verstummt 
Deine Lippen richten 
Worte an mich 
die mich entwaffnen 
Aus dem Lauf meines Sturmgewehrs
Feuerrote Nelken
die das Licht der Welt erblicken 
Rosen schneeweiß 
Die Flagge die ich hisse
Alles für dich wunderbare 
Deine Haare und 
ich verloren in ihrem gold silbernen Glanz
Rettendes Tau 
Aus diesem Schlachtfeld 
Deine Hand umspielt meine Narben und 
lässt alle Kanonenkugeln
spurlos hinter sich 
Lanzarett in deiner Mitte 
Wunderbare 
Dein Wesen und
der Sprengstoff in mir entschärft 
Dein Lachen erfüllt und 
lässt mich klein werden 
frei jeder Bedrohung
Meine roher Wille bricht
Wie die geborenen Sonnenstrahlen am 
ersten Morgen des Sommers
auf den Wellen des Ozeans 
Mein Heulen wird zum Stillen und 
Der Berserker stirbt 
es kehrt etwas wieder, 
wertvoller als der Frieden
Dein Kuss schenkt mir
Urvertrauen
Wunderbare

 

Dein Ruf

Wenn du mich rufst, werde ich die Nacht durchqueren. Werde jede Schlacht schlagen, bis zum letzten will ich gehen. Dich retten, egal wie widrig es sein mag. Denn dein Antlitz ist tief in mir. Ich würde mir die schwarzen Schwingen herausreissen; Feder für Feder. Jeden Schmerz ertragen, den du vergessen lässt. Die Dämonen im Nacken abschütteln und niederschlagen, auf dass sie für dich verschwunden sind. Dort auf dem Feld stehe ich; egal ob alles andere um uns gefallen sein wird. Werde dich in meinem Armen halten; deine Wunden heilen vor meinem zerrissenen Körper. Ich will dich ehren wie ich nichts zuvor gehuldigt habe, du bist das, was mein wildes Herz zähmt und in Ruhe pochen lässt.

Doch da ist kein Ruf, der zu mir dringt durch die endlose Dunkelheit. Nur das Gewirr der Dämonen, die das Unheil anrufen. Nur schwarze Flügel an mir, die schwer wiegen und mich am Boden halten. Keiner kann es sehen durch meine Augen; denn ich bin stark. Ich bin ein Held, der alle davor schützt, was dort ist. Wie der Atlantik an der Todesküste; atemberaubend aus der Ferne, doch nah zu wild und kalt. Unzählige sind in meinen Fluten umgekommen; ohne mein Zutun. Statt dir, meine Königin, ist da nur Elena, die verruchteste Hure von allen. Die sich mir und meinem wilden Herz darbietet.

Ich kann es dir nicht verwehren; denn ich bin nicht der sonnengetränkte Südpazifik. Kein Sandstrand. Wiege schwer dahin; während alles andere leicht ist. Was habe ich dir zu bieten? Felsen, Algen, eine Flaschenpost? Etwas, was dir die herzlosen nicht geben können; wertvoller als jeder Edelstein: mein funkelndes Herz, meine unaufhaltbare Liebe, die ich selbst nicht kenne. Ein reines Herz in dem alles verborgen ist, jenseits von gut und böse.

Rufe nach mir. Du wirst alles durchdringen. Jede meiner Fasern wird dich erwidern. Lass mich spüren; erwecke mich. Erwähle mich aus all diesen herzlosen. Für dich nehme ich alles auf. Lass dieses Pochen nicht in weite Ferne ziehen. Oder sei du es, die mir die Absage erteilt, sodass ich ziehen kann.

Turno de dia (Mutilado de guerra)

Pepe, irgendwann wusste ich: das alles hat jetzt ein Ende. Die Schlacht ist geschlagen. Auf zu neuen Ufern, denn die blaue Blume findest du nicht zwischen Blindgängern und Gewehrsalben. Es. blieb mir nichts anderes, als auf dieser wackligen Nussschale in die raue See zu stechen. Bis auf den Grund des Meeres bin ich gesunken und habe in der Tiefsee mein Glück versucht und mich dort verloren. Wieder aufgetaucht und durch die Eiseskälte von Wölfen gezogen worden; schneeverweht in weissen Nächten, die den Tag so fern halten.

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Cambio de turno (Combatiente joven)

Pepe, der Weg bis hierher, er war voller Entbehrungen und Elend. Als du damals begriffen hast das ist la guerra und du in ihr. Das war wichtig. Als dir klar wurde, dass du an die Waffe gehen musst, weil sie sonst dich und alle untergehen lassen. Es war notwendig. Ich weiß Pepe, wie schwer es dir fiel abzudrücken und dir selbst eine Stimme zu geben, Kriegstelegramme mit der Brieftaube um die Welt. Doch es wäre heute nicht so geworden.

Lo siento Gracias a ti.

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Turno de noche (Niño soldado)

Sabados. Samstage waren die dunkelsten Tage. Pepito, erinnerst du dich noch an diese Samstage? Wenn in der televisión spanische Abendunterhaltung lief und du dich diesen Bildern hingabst? Als wenn es überdecken konnte was sich im Wohnzimmer abspielte. Du lächelnd von den Darbietungen, während el hombre auf dich niederprasselte. Die Bilder der Flimmerkiste verdrängen sollten, während er dich in die Ecke drängte.

Lo siento.

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