Die Straße

Wenn er im Dunkel und in der Kälte der Nacht im Wald erwachte, streckte er den Arm aus, um das Kind zu berühren, das neben ihm schlief. Nächte, deren Dunkel alle Dunkelheit überstieg, und jeder Tag grauer als der vorangegangene. Wie das Wachstum eines kalten Glaukoms, das die Welt verdüsterte. Mit jedem kostbaren Atemzug hob und senkte sich weich seine Hand. Er schob die Plastikplane weg, richtete sich zwischen den stinkenden Fell- und Wolldecken auf und hielt Richtung Osten nach einer Spur von Licht Ausschau, aber es war nichts zu sehen. In dem Traum, aus dem er erwacht war, hatte er, von dem Kind an der Hand geführt, eine Höhle durchstreift. Weiterlesen…

Die Fabel vom weissen Ysegrin II

Erwache auf meinem Wundbett, meine Verletzungen längst geronnen, bleibt nur pulsierender Schmerz. Der Schnee eingetaucht in silber-grau, die Nacht ist eingekehrt. Schaue hinauf und erkenne nur ein klares mondloses Firmament frei von Sternen. Mein Blick wandert in den entfernten Hain; erkenne ein schwach pulsierendes blaues Leuchten. Ist es das Leuchten deiner Augen, weisser Ysegrin?

Weiterlesen…

Die Fabel vom weissen Ysegrin

Die Kälte der hinabgefallene Schneeflocke auf meiner Nasenspitze, längst im Schmelzen begriffen, lässt mich aus einem dumpfen Albtraum erwachen, mit dem Augenschlag längst vertrieben. Noch benommen vom Schlaf erfassen meine Sinne die Kälte, die meine liegende Körperseite bis zur Wange berührt. Zunächst wie von Sinnen, kann ich nur ein blendendes Weiß erkennen. Mein Blick wandert umher. Eine Landschaft im Dämmerschlaf; von einer Schneedecke verhüllt. Ich setze mich auf; noch leicht verloren schaue ich an mir herab. Nicht mehr als eine schmucklose Kutte in aschgrauen Leinen an mir; ein Leichentuch hält die berstende Kälte wundersam von mir. An meinen Füßen Gamaschen aus den selben Laken gehalten von Birkenholz. Widme mich der Umgebung; um mich herum weisse Massen, unberührt und fern. Meereisblumen blitzen hier und dort auf; gesäumt von Grashalmen und Wurzeln von Reif gesprenkelt.

Weiterlesen…

Blasphemie

Ich weiß nicht, ob meine Liebe Sünde ist, gegen Gottes Recht verstoßt,
Doch weiß ich, dass die Qual sich all die Nächte lohnt.

Gott mag mich bestrafen, mir den Himmel verwehren,
Dennoch wird er damit nicht meine Sinne bekehren.

Soll der Herr mich verdammen, der Teufel mich holen,
verlässt du mich, fühle ich mich von Freude bestohlen.

Was ist das Paradies ohne dich, was soll ich in Garten Eden?
Du erfüllst mein Herz mit Passion, lässt mich erst Wahrheit sehen.

Das Himmelsreich wird zur Hölle wenn du nicht bei mir bist,
Gott mit all seinen Engel, egal wie makellos, reichen nicht.

Mein erster Gedanke gehört ihr, wenn ich den Tage beginne,
ich bin ihrer Anmut verfallen, vergib mir Vater im Himmel.

José David da Torre Suárez (2006)

Verrücktes Leben (Demo)

Produziert von Scibo Burask

      Verrücktes Leben (Demo) - Fenryl Managarm

Du stehst mir bei (Demo)

      Du stehst mir bei (Demo) - Fenryl Managarm

Não Existe Amor em SP

Não existe amor em SP
Um labirinto místico
Onde os grafites gritam
Não dá pra descrever
Numa linda frase
De um postal tão doce
Cuidado com doce
São Paulo é um buquê
Buquês são flores mortas
Num lindo arranjo
Arranjo lindo feito pra você

Não existe amor em SP
Os bares estão cheios de almas tão vazias
A ganância vibra, a vaidade excita
Devolva minha vida e morra afogada em seu próprio mar de fel
Aqui ninguém vai pro céu

Não precisa morrer pra ver Deus
Não precisa sofrer pra saber o que é melhor pra você
Encontro duas nuvens em cada escombro, em cada esquina
Me dê um gole de vida
Não precisa morrer pra ver Deus

Soy el fuego


Soy el fuego que arde tu piel
Soy el agua que mata tu sed
El castillo, la torre yo soy
La espada que guarda el caudal

Tú el aire que respiro yo
Y la luz de la luna en el mar
La garganta que ansío mojar
Que temo ahogar de amor

¿Y cuáles deseos me vas a dar?
Dices tú, „Mi tesoro basta con mirarlo
Tuyo será, y tuyo será.“

 

Oxalá, uma tenda

Es war wieder die Arbeitswoche eines Besessenen gewesen. Um nicht vollständig entrückt zu wirken beendete ich sie an einem Freitag Nachmittag. Die kalte Novemberluft verschaffte etwas Abkühlung als ich aus meiner schwarzen Bestie ausstieg. Schnellen Schrittes ging ich in den Lebensmittelladen, um einige wenige Dinge für das Wochenende zu erstehen. Weiterleiten…