Unsagbare

Reite auf dem Rücken der Nacht
Durchtränkt von Dunkelheit
Schlage die Zeit tot und
jage nach Unendlichkeit
Es ist als ob ich tausendfach
die verdammte Welt rette
Aber nichts erreiche
ohne dich wertlos
Schreie in den schwarzen Raum
Stumm wie ein betäubender Albtraum
Meine zerschlissene Rüstung eismatt aus
Leichenweissem Palladium
Perlmutternem Bismut
Kohleschwarzem Wolfram
Zeugt von meinen Missetaten
Unsagbar
Verlogener Schutz der das
Pochen in der Brust verschleiert
Mein Herzklopfen sendet Morsezeichen
Die du nicht entzifferst
Enigma meiner verlorenen Sehnsucht
Unsagbar
Ich liege in der schwarzen Nacht und
eine Spur deines wunderbaren Wesens
Das Bettlaken wird zur
mondblassen Paradiesblüte
Aus flimmernden Staubkörner
werden göttliche Funken
Nektar der meinen Durst stillt
Küsse mich wie die fernen Schneefelder
von der ersten Sonne geküsst werden die
glitzernd schmelzend brechen
Wenn ich dich erfasse unsichtbare
Wallt in mir eine Inbrunst auf
Abertausende Schrecken erlegt
Nie zurückgeschreckt
Doch jetzt unbegreifbare
Rafft es alle meine Soldaten nieder
Auf dass sie dich huldigen
Typhus in meinem Herzen
Rede ich mir ein denn
Bin ich Dir nah ist das verrottete Schlachtfeld fern
Streife ich den glanzlosen Panzer ab
Werfe mein ehrenloses Schwert fort
Ein Wort deiner Stimme heilt mich
Fegt das Kriegsdröhnen davon
Hüllenlos vor Dir auf meinen Knien
Will dich erkunden wie nichts zuvor
Zwischen deinen Wangen liegen
Auf deinen Hüften wandern
In deiner Brust ertrinken
Unsagbares tun
Lasse mich von Dir erobern und
bin bereit zu sterben in der Vereinigung
Führ mich zurück zum
selbstlosen Urwesen
Unsagbare

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