Pigment

The things that I would do to you with just a couple seconds
I would color every moment, make you feel like it’s forever
I’m comin‘ over, so you can start undressin‘
I’m givin‘ you a chance to finally make a good impression
On me, yeah
On me, I’ll make you feel like it’s forever

Because it’s clear I’m getting bigger
I know you visualize my figure
I was the one that made you look
At your old girl and reconsider
You see me in that black dress
On the first date
And I’m causin‘ frustration on your mind
Only in the best ways

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Jenseits von gut und böse

Es ist mir egal, ob sie mich am Ende vergöttern oder verteufeln; mir die Krone aufsetzen oder mich entthronen. Solange sie mich entfremden, kann ich jenseits von gut und böse sein. All mein Wirken und Schaffen ist letztlich darauf ausgerichtet. Es geht nicht darum, Lob zu erhalten und bejubelt zu werden, sondern irgendwo fernab von Erstaunen, Bewunderung und Abscheu zu sein. Um am Ende aller Tage den Unterschied gemacht zu haben.

Dort

Wenn ich dort sitze,
im Bistro bei Kerzenschein,
lasse ich sie mit aller Kraft
in meinem Herzen sein.

Wenn ich dort sitze,
in ihren Augen träume,
ist es kaum zu leugnen,
was mir diese Frau bedeutet.

Wenn ich dort sitze,
meine Lippen ihren Mund berühren,
Soll es nie enden,
will ich den Kuss noch Stunden spüren.

Wenn ich hier liege,
mit Tränen aus dem Traum erwache,
Ist die Welt um mich dunkel,
nicht weil es draußen nachtet.

José David da Torre Suárez

Ein Brief

Sehr geehrte Frau,

sicherlich denken Sie, das hier sei ein Liebesbrief. Das ist es auch, aber auch etwas mehr als das. Heute schreibt Ihnen nicht der liebende José, sondern ein Organ von ihm. Er nennt mich corazón. Ja, ich bin es, das Herz! Ich bin das wichtigste Körperteil, das er hat, noch vor Elena, diesem verschrobenen Weib. Verzeihen Sie mir, lassen Sie mich etwas von Ihrer kostbaren Zeit stehlen. Weiterlesen…

Stern über dem Meer

Moon Walk...

Ich bin ein Stern über dem Meer
Der sich heute zufällig verliert
Fremd mir die Liebe
Fremd mir das Glück
Am Abgrund der mondenen Nacht
Will ich ein einziges Mal leben

Ich bin ein Stern über dem Meer
Der heute den Ausbruch wagt
Ich will in deinen Augen ertrinken
Den letzten Atemzug spüren
Während mich deine Lippen verführen

Ich bin ein Stern fern vom Meer
Inbegriffen im Verglühen
Auf Knien zu deinen Füßen
um dich zu lieben
und zu sterben

*

José David da Torre Suárez, 2017

Frage

Ich frage Dich: Sag‘ mir das Rätsel des Lebens,
Sag‘ mir des Seins und der Sehnsucht Sinn!
Ist alles Sehnen und Streben vergebens?
Kannst Du mir künden: „Woher?“ und „Wohin?“

Ich klopfte an allen Toren der Erde.
Bis zu den Sternen stieg ich empor.
Am Leib erlebt‘ ich das „Stirb und Werde“.
Die Seele sang mit den Engeln im Chor.

Ich hab‘ mit Dämonen um mich gestritten
Und mit dem Dämon in eigener Brust.
Ich hab‘ mich gemüht, ich habe gelitten,
Wie’s keinem, auch keinem ward bewußt.

Da kamst Du, Mensch gleicher Sehnsucht, gegangen,
Der Du selber gekämpft bis aufs Blut.
Wir sahen uns nackt, – kein Fetzen blieb hangen –,
Wir beide wissend, wie Leben tut.

Karl Ernst Knodt