Unbegreifbare

Schreite in den Raum – siehst du
Kastanienbraune Hundeaugen
Onyx schwarze Haare wie vom Ruß getränkt
Aus der Hölle der ich komme
Holzbrauner Bart herabfallend wie Algen
Aus der Tiefsee der ich komme
Halte alles zurück was diese Nacht
Für eine Schlacht in mir zurückgelassen hat
Achtlos verwischtes Blut geronnen
Abendrote Schminke eines Barbaren
Kenne nur kalten Stahl und Silizium
Doch du kannst nicht erahnen
welche entfernten Triebe du in mir weckst
Die kein Krieg zu vermögen schafft
Randvolles Begehren bis zum Seelengrund
Bleibt in mir die größte Ehre für dich
Meine Muskeln pulsierend wie Feuerquallen
Mein Atem stockt wie ein Ertrunkener
Stehe still für dich denn
Meine Zunge spricht viele schöne Sprachen
Doch kein Wort wird dir gerecht
Ich bin kein Held, für dich
scheitere ich, opfere ich
Jedes Mal unendlich,
Wellenschlag gegen die Klippen
Dass nur noch Gischt von mir bleibt
Denn wenn ich dich erblicke sind
Deine Augen Prismen dieser Welt
Aquamarine Ozeane
Malachitgrüne Wälder
Topalbraune Berge
Und ich kannte nur die quarzgelbe Wüste
Dein Duft wie die erste Hyanzynthe
Die der Frühling schenkt
Heiligtum
über den Wipfeln meiner selbst
Setzt dich auf mich und thronst uns
Kehrst mein äußeres in unser innerstes
Zerstreust die Urfeste des Seins
Unbegreifbare

Ein Gedanke zu “Unbegreifbare

  1. … es gibt etwas was das Dunkel niemals berühren oder verletzten kann. Es strahlt und funkelt oft im tiefen Blau. Ist das was bleibt und was die Hölle wandelt.

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