Tozudo

Liegt es an meiner südländischen Herkunft? Liegt es an meinem gehörnten Sternzeichen? Wenn ich etwas bin, dann ist es meine Dickköpfigkeit und mein Wille zum Idealismus. Ich bin ein hoffnungsvoller Romantiker, aber insbesondere in der Beziehung zu Träumen und dem Versuch, diesen Traum zu realisieren.


Geboren wurde dieser Wille in der Zeit von Dschāhiliyya, in einer Dunkelheit und dem Krieg. Als man versucht man etwas zu brechen, was ich nicht zugelassen habe. Aber insbesondere geht es zurück auf meine Erfahrungen mit den Dritten, den Herzlosen.

Viele sagen, dass die Zeit mich noch stutzen wird und man es auf Dauer nicht aushalten kann. Ich will auch nicht behaupten, dass ich nicht bereit zu Kompromissen bin. Aber in vielen Fällen lasse ich mich nicht abbringen, eben weil es Menschen gibt, denen ich das Gegenteil beweisen will.

Es gibt viele Leitmotive, die ausdrücken, wonach ich mich richte. Aber insbesondere gibt es ein Gedicht, einen Tango, der deutlich zum Ausdruck bringt, warum ich so sein will. Es ist eines der wenigen Gedichte, welches ich verinnerlicht habe. Eine Übersetzung wird in Kürze folgen. Es stammt von der argentinischen Sängerin Eladia Blázquez und heißt „Sin piel“ („Ohne Haut“).

¡Ya sé! Llegó la hora de archivar el corazón…
De hacer con la ilusión, que no me va a servir
un lindo paquetito con una cinta azul,
guardarlo en el baúl y no volverlo a abrir…
Es hora de matar los sueños,
es hora de inventar coraje
para iniciar un largo viaje
por un gris paisaje…
¡sin amor!

Voy a aprender a llorar sin sufrir,
sin detenerme a mirar una flor,
a encallecer lentamente
¡igual que la gente sin alma y sin voz!
Voy a entender que se puede morir,
y latir… al compás del reloj;
como una máquina fiel
igual que un robot…
¡sin piel!

Después de haber sentido hasta el dolor.. a los demás,
de darme sin medir, de amar sin calcular,
llegó la indiferencia metiéndose en mi piel
pacientemente cruel, ¡matando mi verdad!
Saber que no me importa nada…
de alguna vibración pasada;
y caminar narcotizado
por un mundo helado…
¡sin amor!

Ein Gedanke zu “Tozudo

  1.  Ohne Haut

    Ich weiß, es ist Zeit, das Herz zu verstauen, sich der Illusion zu entledigen, die mir nicht mehr dienen wird als hübsches Päckchen mit himmelblauer Schleife, verstaut in der Kommode, die ich nie mehr öffnen werde.
    Es ist Zeit, die Träume zu töten, es ist Zeit, Mut zu fassen, um die lange Reise anzutreten durch eine graue Landschaft
    ohne Liebe.
    Refrain:
    Ich werde lernen müssen zu jammern ohne zu leiden, ohne innezuhalten, um eine Blume zu bewundern, und langsam vereisen wie die Leute ohne Seele und ohne Stimme.
    Ich werde verstehen, dass man sterben kann, und mein Herz schlagen lassen im Takt der Uhr, wie eine zuverlässige Maschine, ohne Haut. Nachdem ich gefühlt habe bis zum Schmerz, gegeben ohne zu messen, geliebt ohne zu rechnen, werde ich erreichen, gleichgültig zu bleiben in meiner Haut, geduldig grausam sein, meine Wahrheit töten.
    Ich weiß, dass mir nichts mehr wichtig ist von den alten Gefühlen, und werde betäubt gehen durch eine gefrorene Welt
    ohne Liebe.

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